Acetaldehyd-Emission von Hochtemperatur-Schnitzeltrocknern – Einflussnehmende Prozessparameter und potenzielle Gegenmaßnahmen

Acetaldehyd wurde als krebserregend eingestuft, was zu neuen Emissionsgrenzwerten führte, die zahlreiche Industrien betreffen, welche Materialien wie Mineralfaserplatten, Ton, Asphalt, Holz, Futtermittel oder Zuckerrüben verarbeiten. Messungen an Zuckerrübenschnitzeltrocknern haben eine große Streuung der Acetaldehyd-Konzentration im Abgas über verschiedene Produktionsstandorte hinweg gezeigt. Daher untersucht diese Arbeit die Einflussparameter eines Hochtemperatur-Zuckerrübenschnitzeltrockners auf die Acetaldehyd-Konzentration im Roh- und Reingas sowie in relevanten Nebenströmen, indem die Prozessparameter systematisch variiert werden.

Es wurde festgestellt, dass die Beladung der Trockentrommel beziehungsweise vermutlich die Eintrittstemperatur in die Trommel den größten Einfluss auf die Acetaldehyd-Konzentration hat. Das Fehlen von Melasse oder Carbonatationsbrüden führte nicht zu einer Verringerung der Acetaldehyd-Konzentration. Der Großteil des Acetaldehyds entsteht wahrscheinlich während des Trocknungsprozesses. Schwankungen in den Messwerten deuten darauf hin, dass weitere, bislang nicht berücksichtigte Einflussfaktoren existieren. Ein Wäscher im Abgasstrom reduzierte die Acetaldehyd-Konzentration um etwa 60 %.


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