Die Gelbe Zuckerrohrblattlaus (YSA), Sipha flava, ist seit 2016 ein bedeutender Schädling im tansanischen Zuckerrohranbau (Saccharum spp.-Hybriden). Starker Befall mit YSA haben zu Ernteverlusten geführt, die sich nur schwer genau beziffern lassen. Nach mehreren Feldbegehungen auf den Zuckerrohrplantagen von TPC Limited in den Jahren 2019 und 2021 wird derzeit ein Plan für einen integrierten Pflanzenschutz (IPM) geprüft. Die Entscheidungshilfe DECIPESTS wurde auf das Management der Gelben Zuckerrohrblattlaus angepasst. Dies erforderte die Einbeziehung von jungem Zuckerrohr (1 bis 4 Monate alt) und des Symptoms der Blattchlorose in das Regelwerk für Pflanzenphysiologie sowie des Blattmosaikvirus in das Regelwerk für das Verhalten von Tieren (z. B. Schädlingen). Die Liste der natürlichen Feinde (Raubparasiten, Räuber, Entomopathogene) und der kultivierten und wilden Wirtspflanzen wurde ebenfalls vervollständigt. Die Regeln für die landwirtschaftliche Praxis wurden durch die Berücksichtigung des Salzgehalts des Bodens, der Sorten, der Niederschlagsmengen, der Bewässerung und des Wassermanagements bei YSA-Befall verbessert. Das Ergebnis ist ein Entscheidungsbaum, der Faktoren nennt, die mit erhöhten YSA-Schäden auf Zuckerrohrfeldern und daraus resultierenden Ernteverlusten in Verbindung stehen. Dieser Entscheidungsbaum zeigt auch die Faktoren an, die den YSA-Befall reduzieren. Dies kann Agrarmanagern helfen, den Einsatz von Insektiziden, wie z. B. Neonicotinoiden, zu reduzieren, die für die auf dem Feld vorhandenen Räubern und Parasitoiden schädlich sind und die bekanntermaßen die Blattlauspopulationen auf natürliche Weise kontrollieren.
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