Untersucht wird der CO2-Fußabdruck von Anlagen zur Entfärbung von Rohrzuckersirup, wobei zwei Technologien verglichen werden: Ionenaustausch (IEX) und granulierte Aktivkohle (GAC). Mithilfe einer Ökobilanz (LCA) werden die Emissionen in den Bereichen 1 (direkte Emissionen), 2 (indirekte Emissionen durch den Energiebedarf) und 3 (andere indirekte Emissionen) bewertet, wobei erhebliche Unterschiede in den Umweltauswirkungen festgestellt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass der CO2-Fußabdruck von IEX etwa dreimal geringer ist als der von GAC, was hauptsächlich auf den energieintensiven Reaktivierungsprozess und die hohen indirekten Emissionen bei der Aktivkohle-Herstellung zurückzuführen ist.
Die Daten aus der Fallstudie zeigen, dass allein für die Reaktivierung von GAC 54 MWh Erdgas pro Tag und weitere 59,5 MWh/d für die Nachverbrennung gebraucht werden. Dies führt zu einer Gesamtemission von 27 360 kg CO2eq/d allein für den Energiebedarf im GAC-Prozess. Im Gegensatz dazu ist bei IEX kein Reaktivierungsprozess erforderlich, und der tägliche Elektroenergiebedarf ist mit 3059 kWh deutlich geringer, was zu einer geschätzten Emission von 1346 kg CO2eq/d für den Energiebedarf führt.
Darüber hinaus zeigt die Studie, dass die Wiederaufbereitung von GAC aufgrund des Abriebs während der Reaktivierung Emissionen von 8640 kg CO2eq/d verursacht. IEX hingegen verbraucht weitaus weniger Harz, wobei die Emissionen im Zusammenhang mit dem Austausch von Harz auf nur 1220 kg CO2eq/d geschätzt werden. Insgesamt ist der gesamte CO2-Fußabdruck von IEX deutlich geringer, was es zu einer nachhaltigeren Wahl für die Zuckerraffination macht.
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