Bei der Pyrolyse wird Biomasse unter sauerstoffarmen Bedingungen abgebaut, wobei ein energiereiches Gas, Bioöl, und kohlenstoffreiche Biokohle entstehen. Das entstehende Bioöl und Gas kann zur Energiegewinnung verbrannt werden, während Biokohle ein hochwertiges Produkt ist, das als Düngemittel und Bodenverbesserungsmittel eingesetzt werden kann. Es gibt jedoch nur sehr wenige Studien über die Integration der Pyrolyse in das Energiesystem der Zuckerfabrik. Ziel dieser Studie war die Modellierung der Integration der Bagassepyrolyse in ein Energiesystem auf der Grundlage der Zuckerfabrik Victoria. Das Modell wurde anhand der bisherigen Literatur zur Bagasse-Pyrolyse und der Daten der Fabrik gut validiert. Die Betriebsbedingungen der Pyrolyseeinheit wurden im Hinblick auf die Dampferzeugung, die Verringerung der Kohlenstoffemissionen und den Produktwert optimiert, was zu einer um 20 % geringeren Dampferzeugung, 16 % geringeren CO2-Emissionen und einem um 76 % höheren wirtschaftlichen Gewinn als beim derzeitigen Betrieb führte. Die volle Dampferzeugung konnte aufrechterhalten werden, indem 30 % der Bagasse in die Pyrolyseeinheit und 70 % direkt in den Heizkessel geleitet wurden. Diese Konfiguration führte zu einer Verringerung der CO2-Emissionen um 12 % und einem um 32 % höheren wirtschaftlichen Gewinn im Vergleich zum derzeitigen Verfahren.
Insgesamt hat diese Untersuchung gezeigt, dass die Integration der Bagassepyrolyse in die Energiesysteme von Zuckerfabriken potenziell erhebliche Vorteile bietet, und ihre Einführung in Zuckerfabriken sollte sorgfältig geprüft werden.
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