Ziel dieser Studie war es, die toxikologischen Risiken, die Klimawirkung sowie die Wirtschaftlichkeit konventioneller und neuer Unkrautbekämpfungsverfahren mit unterschiedlich hohem Herbizideinsatz zu erfassen. Zu diesem Zweck wurden i) Ressourcenverbrauch, CO2-Emissionen, Anzahl der Feldarbeitstage, sowie Kosten und Arbeitskraftstunden für 11 Unkrautbekämpfungsverfahren berechnet; ii) das toxikologische Risiko für Nichtzielorganismen für 4 Verfahren mit reduziertem Herbizideinsatz sowie für die konventionelle Flächenspritzung mit SYNOPS-GIS modelliert. Die Ergebnisse zeigten, dass kein Verfahren uneingeschränkt umweltfreundlich ist. Der Einsatz des FarmDroid-Hackroboters ist zwar toxikologisch unbedenklich, aber in Bezug auf die CO2-Emissionen und die Gesamtkosten nachteilig im Vergleich zur Flächenspritzung. Die Ausrüstung eines FarmDroids mit Punktspritzung würde das toxikologische Risiko um 90% und die CO2-Emissionen um 5% im Vergleich zur konventionellen Flächenspritzung reduzieren. Die Kosten würden nur geringfügig über dem Niveau der konventionellen Flächenspritzung liegen. Das neue Conviso-Verfahren weist zwar die höchste aquatische Toxizität auf, ist aber am günstigsten in Bezug auf Klimafreundlichkeit, Energieverbrauch, terrestrische Toxizität und Wirtschaftlichkeit.
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