Wirksamkeit von Foramsulfuron + Thiencarbazone-methyl auf unterschiedliche Entwicklungsstadien von Unkräutern im Zuckerrübenanbau

Die derzeitige Unkrautkontrolle im Zuckerrübenanbau weist aufgrund der notwendigen Applikationen im Keimblattstadium der Unkräuter eine geringe Flexibilität des Anwendungszeitraumes auf. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war die Bewertung eines neuen Herbizidsystems mit erhöhter Flexibilität hinsichtlich des Applikationszeitpunktes. In den Jahren 2013 und 2014 wurde die Wirksamkeit eines ALS-Inhibitor-Herbizids (Foramsulfuron + Thiencarbazone-methyl) auf fünf Unkrautarten in verschiedenen Entwicklungsstadien (später als Keimblattstadium) in sechs Umwelten in Deutschland getestet. Gegenüber ALS-Inhibitor-Herbiziden nicht-sensitive Sorten werden derzeit gezüchtet. Es wurden fünf Unkrautarten je Umwelt, aber keine Zuckerrüben gedrillt. Das Herbizid wurde in drei Aufwandmengen zu fünf Entwicklungsstadien der Unkräuter appliziert. Die Wirksamkeit auf Brassica napusL. und Galium aparineL. war in allen Varianten nahezu 100%. Eine geringere Wirksamkeit lag bei Chenopodium albumL., Matricaria chamomillaL. und Polygonum convolvulusL. vor. Diese trat bei ungünstigen Wetterbedingungen, geringen Aufwandmengen und höheren Entwicklungsstadien auf. Die geringste Wirksamkeit war bei Chenopodium album gegeben. Sie lag bei etwa 95% zu BBCH 14 und 16 mit 0,50L/ha und 1,00L/ha. Durch die Möglichkeit, das Herbizid später als im Keimblattstadium mit hoher Wirkung zu applizieren, wurde eine erhöhte Flexibilität im Vergleich zu den derzeitigen Herbiziden festgestellt. Für eine Bewertung des gesamten Herbizidsystems sind weitere Untersuchungen zu Selektivität, Wirkungsdauer und dem Resistenzrisiko notwendig.


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