100 Jahre Schweizer Zucker aus Aarberg

Am 16. November 1912 wurde in Aarberg die Zuckerfabrik und Raffinerie Aarberg AG (ZRA) gegründet. Zwar konnte bereits 1899 eine erste Zuckerfabrik in Aarberg ihren Betrieb aufnehmen. Eine verheerende Brandkatastrophe bereitete dieser jedoch schon im Januar 1912 ein jähes Ende. Doch dies sollte nicht das Aus für den Schweizer Zucker bedeuten. Seit der Neugründung 1912 versorgt die Zuckerfabrik in Aarberg trotz teils schwierigen Zeiten, zwei Weltkriegen und großen agrarpolitischen Umwälzungen die einheimische Bevölkerung und Nahrungsmittelindustrie zuverlässig mit Schweizer Zucker.

51 Jahre später – im Jahr 1963 – ging in Frauenfeld die zweite bedeutende Schweizer Zuckerfabrik in Betrieb. 1997 fusionierten die beiden bis dahin rechtlich unabhängigen Unternehmen zur Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld AG (ZAF).

Heute sind die beiden Schweizer Zuckerfabriken hervorragend aufgestellt und verfügen über modernste technische Einrichtungen. Die Verarbeitungskapazitäten konnten laufend gesteigert werden und liegen heute während der Kampagne in beiden Fabriken bei je täglich 10 000 t Rüben.

Die Schweizer Zuckerwirtschaft ist heute konkurrenzfähig, produziert ökologisch und kommt seit 2009 ohne direkte Bundesbeiträge aus. Der inländische Rübenanbau hat große wirtschaftliche Relevanz erlangt. Über 6000 Schweizer Landwirte bauen heute auf einer Fläche von rund 20 000 ha Zuckerrüben an. Daraus produziert die ZAF pro Jahr rund 250 000 t Zucker. Sie leistet damit einen bedeutenden Beitrag zur Versorgungssicherheit der wichtigen einheimischen Lebensmittelindustrie und der privaten Haushalte.

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Language: German

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