Die CO2-Bilanz von Zucker

Der Klimawandel wird zunehmend ein ernstes Problem, das in steigendem Maße die Aufmerksamkeit der Zuckerproduzenten erfordert. Die Beurteilung der Treibhausgasemissionen bei der Zuckergewinnung bzw. die CO2-Bilanz des Zuckers ist wesentlicher Bestandteil jeder Nachhaltigkeitsuntersuchung. Eine Methode zur Berechnung des Netto-Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen wurde entwickelt, zunächst basierend auf einer Methode für Biokraftstoffe. Die Routineberechnung wurde für den Einsatz bei den Standards der Better Sugarcane Initiative entwickelt, die ihren Schwerpunkt auf die Nachhaltigkeit der Zuckerrohrindustrie legt. Bei der Berechnung des Primärenergiebedarfs werden sowohl die direkten Effekte ermittelt, wie Brennstoff- und Elektroenergieverbrauch, als auch die indirekten Effekte, die den Energiebedarf für die Herstellung von Kraftstoffen, Düngemitteln und Chemikalien berücksichtigen. Berücksichtigt werden auch die Auswirkungen der direkten Landnutzungsänderung. Bei der Berechnung wird auch die Gewinnung von Melasse und/oder Ethanol sowie der Elektroenergie-Export berücksichtigt. Hingewiesen wird auf mögliche Fehler und Probleme bei der Berechnung. Die Hauptprobleme sind Unsicherheiten bei Emissionen durch Dünger sowie die Art und Weise der Zuordnung von Emissionen zu Nebenprodukten. Die Ergebnisse zeigen, dass die CO2-Bilanz am meisten durch den Zuckerrohrertrag, Zuckerausbeute, Einsatz von Dünger, Bewässerung, Abbrennen des Zuckerrohrs vor der Ernte und Elektroenergieausspeisung beeinflusst wird. Eine Fabrik, die auf maximalen Elektroenergie-Export ausgerichtet ist, kann eine negative CO2-Bilanz aufweisen. Maximaler Elektroenergie-Export kann zu einer besseren CO2-Bilanz führen als maximale Ethanolproduktion. Die Routineberechnung kalkuliert die Treibhausgasemissionen vom Feld bis zum Fabriktor und kann für einen bestehenden Betrieb oder bei der Entwicklung eines neuen Projektes zur Bewertung der Nachhaltigkeit genutzt werden.


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Sprache: Englisch
Autoren: Peter W. Rein

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