Schnitzeltrocknung im halbtechnischen Maßstab mit Dampf niedrigen Druckes

C.A., Accorsi; F., Zama

Um – die Schnitzeltrocknung mit Dampf bei möglichst niedrigem Druck, d.h. Turbinenabdampf, durchzuführen, – den Elektroenergieverbrauch zu senken, – die Trocknungsbrüden aus den Schnitzeln als Heizdampf im Zuckerfabrikationsprozeß zu nutzen, – den Staubanfall und so den Aufwand für die Einrichtungen zur Entstaubung zu vermindern, wird ein Kontakttrockner in Betracht gezogen. Eine derartige halbtechnische Versuchsanlage wurde von SADAM geplant und gebaut. Der Trockner besteht aus einem geschlossenen zylindrischen Behälter mit 2.800 mm Durchmesser und 9.200 mm Höhe. An der zentralen, hohlen Welle mit einstellbarer Umdrehungszahl sind scheibenförmige Heizelemente angebracht. Dampf durchströmt von unten nach oben das Welle- und Heizelemente-System. Eine Förderschnecke beschickt das oberste Element mit Preßschnitzeln. Durch entsprechende Öffnungen, die sich abwechselnd in der Zentral- und Außenseite der Scheiben befinden, fällt das Trocknungsgut auf die darunter liegenden Heizelemente. Die nach oben austretenden Trocknungsbrüden werden von einem Ventilator angesaugt und in einem Wärmetauscher überhitzt. Die so überhitzten Brüden werden in den unteren Teil des Trockners zurückgeführt, was zur Wasseraufnahme beim Kontakt mit den auf der Scheibe ruhenden Schnitzeln beiträgt. Die in der Zuckerfabrik Fermo installierte Versuchsanlage wurde in der letzten Woche der Kampagne 1993 in Betrieb genommen. Die Ergebnisse der Inbetriebnahme führten zu Abänderungen. Weitere Erfahrungen wurden im Lauf der Kampagne 1994 gewonnen und sich daraus ergebende Verbesserungsmaßnahmen wurden getroffen. Einige der angestrebten Ziele wurden erreicht. Unter diesen Bedingungen sind die Investitionskosten wegen der niedrigen spezifischen Wasserverdunstung jedoch hoch. Im Lauf der nächsten Kampagne werden die Untersuchungen mit Einsatz von Dampf bei höherem Druck fortgesetzt.

 

Year: 1996
Volume: 121
No.: 4
Page: 251-255

Language: en

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