Zuckerindustrie in Simbabwe

Hans Joachim, Delavier

Simbabwe, z.Z. eines der wichtigsten, wirtschaftlich und politisch aufstrebenden Länder im südafrikanischen Raum, verfügt nicht nur über bedeutende Bodenschätze (die seit vielen hundert Jahren ausgebeutet werden, u.a. Gold), sondern auch über eine sehr intensive Landwirtschaft (Export von Rindvieh, Tabak usw.), in die die Zukkerindustrie eingebunden ist. Zwei Zuckerfabriken gibt es im Lowveld, im Südosten Simbabwes: Hippo Valley und Triangle (von Nicht-Simbabwe-Unternehmen weitgehend gemanagt), deren Produktionskapazität einen Export von max. 250 000 t Zucker erlaubt, daneben aber auch den von z.B. Ethanol. Zwei Zuckerraffinerien erzeugen den Verbrauchszucker für die lokalen und engangrenzenden außerlokalen Märkte; auch diese Unternehmungen sind von Nicht-Simbawe-Firmen gemanagt. Das Hauptproblem Simbabwes ist das Wasser: obwohl große Ströme in der Nähe fließen, z.B. der Sambesi, hängt alles im Lande vom Regen ab – und fällt der Regen in ungenügender Menge, drohen dem Land Dürren, von denen die unmittelbare Vergangenheit berichtet. Dennoch: Simbabwe ist eines der positiven Länder der Postkolonialzeit Afrikas – seine Beachtung ist angeraten.

Year: 1996
Volume: 121
No.: 6
Page: 433-437

Language: de

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