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Zuckerverlust in den Rübenschwänzen in Abhängigkeit von Morphologie und Bruchfestigkeit der Rüben

Erling, Smed;

Mechanische Einwirkungen auf die Zuckerrüben bei Ernte, Umschlag, Reinigung, Transport und Verarbeitung bewirken durch Abbrechen von Rübenteilen einen bedeutenden Zuckerverlust. Der durch Rübenschwänze verursachte Zuckerverlust wurde 1996 an 25 Sorten bestimmt und in Abhängigkeit von Morphologie und Bruchfestigkeit der Sorten betrachtet. Die Rüben wurden mit einem Tim- Rübenroder mit Oppelrad geerntet und schonend gewaschen. Alle Rüben mit einem Schwanzdurchmesser unter 3 cm wurden einer Bruchfestigkeitsprüfung mit einem Texture Analyser von Stable Micro Systems unterzogen, die Bruchkraft F wurde für jede einzelne Rübe gemessen. Unter Benutzung der Gleichung F = t max · p /4 · d2, in der t max die Bruchfestigkeit der Rüben und d der Bruchdurchmesser sind, wurde der Verlust an abgebrochenen Schwänzen berechnet. Zwischen Schwänzeverlust und durchschnittlicher Bruchfestigkeit besteht eine negative Korrelation (r = -0,92). 1200 Rübenschwänze wurden auf ihren Gehalt an Zucker (polarimetrisch), Natrium, Kalium und a -Aminosstickstoff analysiert. Alle vier Qualitätsparameter der Schwänze ergaben einen linearen Zusammenhang mit den gleichen Parametern der Rüben (r = 0,96; 0,83; 0,92 und 0,91 in der genannten Reihenfolge). Da der Zuckergehalt und die gemessenen Nichtzuckerbestandteile in den Rüben und in den Rübenschwänzen fast identisch waren, kann geschlossen werden, daß auch der relative Zuckerverlust und der relative Schwänzeverlust praktisch gleich sind. Die Berechnungen ergeben einen Zukkerverlust von 2,8 bis 4,0 % des Brutto-Zuckerertrags.

Year: 1998
Volume: 123
No.: 2
Page: 129-134

Language: en

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