Die US-Zuckerpolitik

Roland Cuni

International ist die amerikanische Landwirtschaft hauptsächlich durch den Landwirtschaftsvertrag (Fair Act) von 1996 bekannt, der eine vollständige Loslösung der amerikanischen Landwirtschaft von Regierungsvorgaben beinhaltet. Nach diesem Gesetz können die Landwirte die Fruchtfolge selber bestimmen, es gibt kein Brachland mehr und die erzeugten Produkte werden zum Marktpreis gehandelt, wobei die Landwirte die Möglichkeit haben von einem Grundpreis (loan rates) zu profitieren, der mit dem Interventionspreis vergleichbar ist. Die loan rates sind relativ niedrig, sie liegen bei 95 $/t für Weizen und bei 74 $/t für Mais. Die finanzielle Unterstützung, die ein Landwirt bekommt, richtet sich nicht nach seiner Produktion, sondern nach der erhaltenen Unterstützung während des Bezugszeitraumes von 1991 bis 1995; sie soll zwischen 1996 und 2002 um 30 % reduziert werden. Der Landwirtschaftsvertrag, der bis 2002 gilt, betrifft den Mais-, Weizen-, Soja- und Baumwollanbau und damit den größten Teil der amerikanischen Landwirtschaft. Dennoch gibt es einige landwirtschaftliche Produktionszweige, die anderen Verträgen unterstellt sind. Davon sind besonders die Milch-, Erdnuß- und Zuckerproduktion betroffen. In diesen Produktionszweigen sind die Märkte geschützt.

Year: 1998
Volume: 123
No.: 10
Page: 822-826

Language: en

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