Biotechnische Herstellung von Itaconsäure aus Zucker

Thomas, Willke; Kirsten, Welter; Klaus-Dieter, Vorlop

Itaconsäure (IA) ist eine einfach ungesättigte Dicarbonsäure und daher interessant für zahlreiche Anwendungen in der Chemie und Pharmazie. Die biotechnische Herstellung erfolgt durch Schimmelpilze der Gattung Aspergillus aus Kohlehydraten wie Saccharose oder Glucose. Aus 100 g Glucose werden bei vollständigem Umsatz rund 72 g (= 72 %) Itaconsäure gebildet. In der Praxis werden Ausbeuten zwischen 40 und 60 % erreicht, entsprechend 56 bis 83 % der theoretisch erzielbaren Werte (mol-%) [1–4]. Im vorliegenden Fall der Itaconsäureproduktion mit Aspergillus terreus konnte die katalysatorbezogene spezifische Aktivität durch den Einsatz neuartiger Einschlussimmobilisate auf Basis von Polyvinylalkohol (PVAL) von derzeit ca. 20 [5] auf über 100 mg IA/(g-Kat · h) gesteigert werden, bei Ausbeuten von 53 % (= 80 mol-%). Legt man diese Zahlen zugrunde, so könnte sich der Prozess in die Reihe der wirtschaftlich machbaren Bioprozesse eingliedern, wie z.B. die Herstellung von Zitronensäure, Milchsäure, Aminosäuren usw.

Year: 2001
Volume: 126
No.: 6
Page: 444-447

Language: de

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