Herbizideinsatz und Entwicklung von Zuckerrüben

Ulrich-E., Pfleiderer; Walter, R., Schäufele; Manfred, Anselstetter;

An fünf Standorten wurden in den Jahren 1997 bis 1999 insgesamt 15 Feldversuche zur Frage der Herbizidverträglichkeit in Zuckerrüben durchgeführt. Die angestrebten Schädigungsgrade der Zuckerrüben durch Herbizidkombinationen wurden, durch ansteigende Dosierungen gezielt verursacht, in der Beobachtungsphase kurz nach den Applikationen meist sogar überschritten. Außer durch zeitlich gestaffelte Bonituren wurden diese Schädigungen auch durch Messungen von Blattlängen, Pflanzendurchmessern und des Blattflächenindexes sowie durch einige Zwischenernten objektiv erfasst.

In dem Zeitraum nach Abschluss der Behandlungen bis zum Reihenschluss des Rübenbestandes konnte subjektiv ein Rückgang der Schädigung festgestellt werden. Verglichen mit der unbehandelten Variante war jedoch zum Zeitpunkt der Endernte bei der am stärksten geschädigten Variante eine signifikante Minderung von 5 % des Rübenertrages und des Bereinigten Zuckerertrages festzustellen.

Die Vorhersage eines konkreten Minderertrages nach herbizider Schädigung nur durch eine subjektive Bonitur erscheint rechnerisch zwar möglich, unter praktischen Versuchsbedingungen aber schwierig, da hierfür eine hohe Anzahl an Beobachtungen bzw. eine entsprechend hohe Anzahl an Versuchswiederholungen erforderlich ist. Dennoch weist diese Versuchsserie darauf hin, wie wichtig die Vermeidung von Spritzschäden z.B. durch Überlappung oder Konzentrationsüberschreitung ist.

Year: 2001
Volume: 126
No.: 6
Page: 456-462

Language: de

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