Intensität der Grundbodenbearbeitung und Schaderregerauftreten in einer Zuckerrüben-Weizen-Weizen-Fruchtfolge

Holger, Kreye; Volker, Garbe; Gerhard, Bartels; Hans-Heinrich, Hoppe

An mehreren Standorten wurden die Auswirkungen verschiedener Intensitäten der Grundbodenbearbeitung auf Schaderreger in einer Zuckerrüben-Weizen-Weizen-Fruchtfolge untersucht. Die Bonituren der Unkrautflora ergaben in den Bearbeitungssystemen der konservierenden Bodenbearbeitung im Vergleich zum Pflugverfahren einen tendenziell höheren Besatz mit monokotylen Unkräutern. Dagegen konnten speziell im Fruchtfolgeglied Zuckerrübe bei wendender Bodenbearbeitung höhere Besatzdichten dikotyler Unkräuter ermittelt werden. Auch nach einer geringen Restverunkrautung ist bei konservierender Bodenbearbeitung mit einem sprunghaften Anstieg der Verunkrautung in der Folgekultur zu rechnen. Dies ist von besonderer Bedeutung im Hinblick auf Unkrautschadensschwellen.

Nicht zwangsläufig kommt es durch die Grundbodenbearbeitung zu Unterschieden im Auftreten pilzlicher Krankheiten. Im Weizen nach der Vorfrucht Weizen steigt jedoch mit Abnahme der Bearbeitungsintensität vor allem das Befallsrisiko mit Blatt- und Ährenkrankheiten. Verantwortlich dafür sind Pilze, die auf Strohresten überdauern können (u.a. DTR, Septoria sp. und Fusarium sp.). Speziell beim Auftreten von DTR ist der Einsatz von Fungiziden auf die Bekämpfung des Erregers abzustimmen.

Bei einem optimierten, teilweise erhöhten Pflanzenschutzmitteleinsatz konnten vergleichbare Erträge und Qualitäten in beiden Kulturen erzielt werden.

Year: 2000
Volume: 125
No.: 9
Page: 741-745

Language: de

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